Mittwoch, 24. August 2011

„Das wäre jetzt wirklich nicht nötig gewesen ..“

Vor zwei Tagen ist mein Oberidol, Mopsguru und allseits geliebter Mitberliner Loriot in die ewigen Mopsjagdgründe eingegangen.  Wir sind sehr traurig. 
 
Für uns war er einer der größten Künstler in Deutschland, ein feinsinniger Mensch der mit einem außergewöhnlichen Gespür für den ganz normalen Wahnsinn des Lebens -seinem, deinem und meinem- ausgestattet war und deswegen auch ganz  normale Menschen in ihrem ganz normalen Lebensumfeld wie kein anderer porträtieren konnte. 

Vielen von uns werden „Opa Hoppenstedt“, „Lord Heskerth-Fortescue von Gwyneth Molesworth in Nether Addlethorpe“, die „Quallenknödel“ oder der Satz „Männer und Frauen passen einfach nicht zueinander“ ewig im Gedächtnis bleiben. Loriot, der größte Komiker aller Zeiten verstand es hervorragend, vollkommen humorlose, ja schon fast peinliche Menschen so darzustellen, dass man vor Lachen einfach nur brüllen konnte. Immer wieder. 

Legendär war seine Liebe für uns, die Möpse. Während seines ganzen langen Lebens  war er von uns liebenswürdigen Geschöpfen umgeben und wir liebten ihn ebenso. Von Loriot stammt auch der denkwürdige Satz: 

"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos".

Loriot lehrte den Menschen alles Wichtige über die Evolution der Möpse, denn woher hätten sie es sonst wissen sollen?


Der enorme Beitrag der Möpse zu Wissenschaft und Forschung und anderen wichtigen Themen die die Welt bewegen fand Ausdruck in Loriots Bericht über die Herren  Meyer und Pöhlmann, die ersten deutsche Mopsonauten die den Mond entdeckten. Nein, es waren nicht die Amerikaner!


Und die Entdecker des Nordpols waren weder Robert Peary noch Frederick Cook – auch hier hat Loriot das gängige Geschichtsbild wirkungsvoll zurecht gerückt, denn Wahrheit muss Wahrheit bleiben!

 http://www.youtube.com/watch?v=Hh5R6dFgEsA&NR=1

 

Lieber Loriot, 
Du wirst uns - Möpsen und Menschen - sehr fehlen.  
Ruhe in Frieden.