Donnerstag, 18. August 2011

Das Niederstarren einer Person

Vermutlich schreibe ich hier über nichts Neues – Jeder, der einen oder mehrere Möpse sein Eigen nennt wird nun bestätigend nicken … das Niederstarren einer Person gehört zum Alltag eines Mopsbesitzers!

Natürlich durch den Mops und nicht durch den Dosenöffner.

Optimistisch und statistisch gesehen lachen ca. 99 % der Menschen, die uns im täglichen Leben begegnen oder uns auf der Straße entgegenkommen über Carlos. .

Manche lachen schon von Weitem und je näher sie uns kommen, umso lauter wird ihr Lachen. Andere werden von der Ansicht eines Mopses überrascht und kringeln sich dann direkt vor uns. Die meisten schenken dann Carlos viel Aufmerksamkeit, er wird gestreichelt, gelobt und ich muss viele, viele Fragen beantworten – was dazu beiträgt dass wir oft irgendwo etwas verspätet eintrudeln. Laufen wir die belebte Hauptstraße entlang, rechne ich schon mal automatisch 20 Minuten ein, die wir vermutlich für diese Strecke zusätzlich benötigen werden. Im Park haben wir alle Zeit der Welt zur Mops-Kommunikation, und sind daher ruhig und entspannt.

Nun zum 1% derjenigen, die über einen Mops nicht lachen können:

Es sind Menschen, die eigentlich über gar nichts lachen mögen. Die todernst durchs Leben gehen, sich vermutlich zum Lachen in den Keller verziehen, wie man so schön in meinem Schwabenland sagt und generell einfach eine Maske tragen die selten bröckelt.

Für einen richtigen Mops sind diese Menschen eine echte, Ernst zu nehmende Herausforderung!

Wir stehen also an einer Ampel, ein Fahrradfahrer mit Maskenmiene steht neben uns. Carlos schaut ihn intensiv an und denkt natürlich, er gehöre zu den 99 % der Menschen, die nun bei seinem Anblick in Lachen oder zu mindestens in ein Lächeln ausbrechen. Weit gefehlt.

Aha, denkt der Mops, einer von denen! Und er fährt größere Mopsgeschütze auf und das Niederstarren einer Person nimmt seinen tragischen Verlauf …

Möpse können starren und dies sehr intensiv. Es mag manchmal peinlich sein, weil sie eben ihr Starrziel  niemals aus den Augen verlieren und .. einfach weiter starren. So lange wie es sein muss.

Der Fahrradfahrer neben uns bemerkt es erst gar nicht, so wie er  vermutlich sowieso wenig von der Welt um ihn herum bemerkt oder bemerken will. Er wartet nur auf Grün und das lässt auf sich warten ..

Carlos starrt.

Keine Reaktion.

Carlos starrt intensiver.

Der Fahrradfahrer wird langsam unruhig.

Carlos starrt sehr intensiv.

Am liebsten wäre dem Maskenmann nun die Flucht in die Anonymität der Straße, sich dem endlosen, Verkehrsfluss ergeben und nicht dem Starren eines Mopses.

Carlos kleiner Körper ist total angespannt, jeder einzelne Muskel, so als ob er im Startloch bei einem Rennen säße und nur auf das Signal wartete ..

Wie peinlich.

Und plötzlich, sehr plötzlich und vollkommen unerwartet beginnt der Maskenmann zu lächeln, erst vorsichtig und leicht verhalten und verschämt, dann offener und irgendwann prustet er los und ist am meisten über sich selbst überrascht

Die Ampel schaltet auf Grün und wieder hat ein Mops jemanden glücklich gemacht.


Carlos entspannt sich, es ist vollbracht … die letzte Prozenthürde ist genommen, Nun lachen sie alle, was wohl für einen Mops eine Lebensaufgabe und ernsthafte Verpflichtung ist. 

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Danke für Eure lieben Kommentare und herzlich Willkommen unseren neuen Lesern.
Leider können wir derzeit - wohl aufgrund eines technischen Defektes - auf Eure Kommentare nicht antworten. Aber wir freuen uns darüber und wünschen Euch weiterhin viel Spass mit der bunten Mopswelt des Carlos Santana!