Was für eine Woche! Zeit zum Schreiben hatte ich nicht, dazu ist mein Mopsleben zu beschäftigt und aufreibend, finde ich wenigstens. Zum Langweilen komme ich niemals, meine gemütlichen Mittagsschläfchen sind die einzige Gelegenheit um mich auszuruhen und Kraft für den Rest des Tages zu sammeln. Da ich eher so ein Morgenmuffel bin, zählen diese Stunden auch nicht - ich muss erst mal wach werden, ein längerer Prozess, der natürlich nicht wirklich Verständnis findet. Meine WG-Partnerin ist Frühaufsteherin, nach einem Kaffee und einer Zigarette ist sie fit wie ein Turnschuh und los geht's ... meine Leidensgeschichte ist daher endlos.
Sonntag! Aaaaaaaah! Ich habe heute ausgeschlafen und damit jemanden, der sonst furchtbar früh aufsteht auch dazu gezwungen. Es hat uns gut getan. Allerdings wurde ich dann -mal wieder gegen meinen Willen - nach draußen gezerrt. Es war sehr kalt und herbstlich, auch wenn Mops mit einem knuffigen Wintermantel gegen die Übel der Witterung bestens geschützt ist. Ich war noch schläfrig, aber wer nimmt schon darauf Rücksicht?
Sonntag! Aaaaaaaah! Ich habe heute ausgeschlafen und damit jemanden, der sonst furchtbar früh aufsteht auch dazu gezwungen. Es hat uns gut getan. Allerdings wurde ich dann -mal wieder gegen meinen Willen - nach draußen gezerrt. Es war sehr kalt und herbstlich, auch wenn Mops mit einem knuffigen Wintermantel gegen die Übel der Witterung bestens geschützt ist. Ich war noch schläfrig, aber wer nimmt schon darauf Rücksicht?
Wir trabten durch die Gegend, sahen einige Kiezleute und deren Hunde, redeten so ein bisschen mit den üblichen Verdächtigen und gingen dann zur Hundewiese. Dort waren wir ganz alleine, worauf hin ich die Gelegenheit beim Schopfe packte, mich auf ihren Schoss setzte und mich einkuschelte. Und einschlief. Würde ich niemals machen wenn irgendwelche Kumpels da wären, denn was würden die wohl denken?
So sassen wir also da, ein Bild des Friedens, bis einige Nachbarshunde ankamen. Wir gaben uns wilden Verfolgungsjagden hin, schnüffelten uns an, bettelten um Leckerli - leider vergebens - und tauschten Neuigkeiten aus. Schließlich haben wir uns das letzte Mal gestern Abend gesehen, eine endlos lange Zeit ...
Am Samstag waren wir in meinem Lieblingsshop - dem BARF-Laden, wo wir mein Fressi kaufen. Es ist ein langer Trip, aber es lohnt sich jedes Mal. Ich fahre begeistert Bus und U-Bahn, sammle Fans und Zurufe, so wie immer eben und überlege mir, was wir diesmal im Shop kaufen. Die Auswahl ist riesig, der Duft auch. Sie darf dann unseren Einkauf in ihrem Rentnerporsche heim schleppen, nur gerecht da ich ja schließlich kurz vor dem Hungertod stehe. Diesmal gab's Delikatessen wie Rinderluftröhre und neuartiges Trockenfleisch, hmmmm! Total erschöpft kamen wir nach 3 Stunden wieder in unserem Kiez an. Meine kleine persönliche Gefriertruhe ist jetzt wieder bestens gefüllt und unser Nachbarkumpel bekam auch was ab, so wie immer. Da bin ich sehr großzügig, gute nachbarliche Beziehungen sind mir wichtig.
Und so ging die Woche schrecklich schnell vorbei. Wir waren viel draußen, gähn - nichts wirklich Neues! Allerdings habe ich nun Gefallen an der endlosen Lauferei gefunden, Mops gewöhnt sich an alles. Zielbewusst laufe ich auf meinen kurzen Beinchen durch die Gegend und wir entdecken unsere alten "Winterrouten", quer durch den Kiez, über Parks und Straßen und sehen Bekannte wieder, die uns schon vermisst hatten.
Seit einigen Tagen wundert sie sich über meine abendlichen Aktivitäten, sie nennt es Schlafprobleme. Ich habe mir angewöhnt, nach einem ausgiebigen Abendspaziergang und der anschließenden, komplizierten Bearbeitung eines Knochens nicht wie sonst friedlich und zufrieden schlafen zu gehen. Oh nein! Dann fängt alles erst an, Remmidemmi und Anbellen von imaginären (so denkt sie) Gestalten, die sich Zutritt zu unserer Wohnung verschaffen und vor denen ich sie retten muss.
Ich stehe also vor unserer Eingangstür und belle .. und rase wie wahnsinnig hin und her. Dann werfe ich meine Spielsachen und Knochen in die Luft, manchmal auch ihre Hausschuhe, bringe meine Körbe und die Kissen darin in Unordnung (denkt sie wieder), aber eigentlich arrangiere ich sie ja nur ein bisschen anders. Ich renne in die Küche, weil sich mein Spiegelbild so schön im Fenster zeigt, belle mich selbst an und kann gar nicht mehr damit aufhören. Fernsehen kann sie eigentlich nicht mehr, da ich ständig meine Kommentare abgebe. Ungefragt, meint sie - zu Unrecht selbstverständlich! Irgendwann dann mal, so gegen Mitternacht gibt sie seufzend auf und wir laufen noch so ein bisschen, eine Stunde ist mir angenehm. Dann gehe ich endlich schlafen, aber sie ist hellwach und muss dann morgens eine Augenmaske auflegen, um die Schäden der Nacht zu beseitigen. Tja! Wäre sie ein Mops, würde sie sich über ihre Falten sehr freuen und das Geld für Augen- und andere Masken könnten wir bequem im BARF-Shop anlegen ...
Wie kompliziert ist sie! Statt sich über die kühle Nachtluft zu freuen, denn der Sommer ist ja definitiv nicht ihre Jahreszeit, beschwert sie sich über einen Mops der angeblich unter ADHS leidet. Eine Fehldiagnose wie so manche andere und vielleicht sollte sie sich an meine neu gefundene Einteilung des Tages gewöhnen und sich anpassen? Wir könnten doch morgens länger schlafen, mittags gemütlich aufstehen, Fressi, kurz die Hundewiese besuchen, dann ein erholsames Mittagsschläfchen halten und anschließend die Nacht zum Tag machen? Also, ich wäre damit einverstanden ..sie argumentiert dann geduldig, dass da ja noch das kleine Problemchen mit ihrer Arbeit wäre, die uns schließlich ernähren würde und erbauliche Trips zum BARF-Shop erst ermöglichen. Und Augenmasken, füge ich still hinzu, denn wer braucht einen Disput?
Heute hat sie mich dann ausgetrickst! Das kann sie besonders gut und ich mit meinem unendlichen Vertrauen in sie falle jedes Mal darauf herein. Sie nahm mich gegen Abend an die Leine, dann lief sie schnellen Schritts in eine Richtung, die nichts Gutes verhieß. Freie Felder, lange Straßen .. wir trafen eine Nachbarin mit einem Kumpel und die fragte: "Was macht ihr denn hier?". Mops müde laufen, sagte sie. Und los ging's ...
Irgendwann, sehr viel später kamen wir wieder zu Hause an. Als kleinen Protest habe ich mich geweigert mein großes Geschäft zu verrichten, das bereitet ihr sonst Sorge. Aber diesmal nicht. Sie meinte nur, mein Lieber, jetzt oder heute nie mehr ...und ging schlafen!
Das mache ich jetzt auch, ich bin heute unendlich müde. Das mit dem großen Geschäft verschieben wir besser auf morgen ..ausgetrickst!
Liebe Grüße von eurem Mopsfreund
Carlos Santana
Und so ging die Woche schrecklich schnell vorbei. Wir waren viel draußen, gähn - nichts wirklich Neues! Allerdings habe ich nun Gefallen an der endlosen Lauferei gefunden, Mops gewöhnt sich an alles. Zielbewusst laufe ich auf meinen kurzen Beinchen durch die Gegend und wir entdecken unsere alten "Winterrouten", quer durch den Kiez, über Parks und Straßen und sehen Bekannte wieder, die uns schon vermisst hatten.
Seit einigen Tagen wundert sie sich über meine abendlichen Aktivitäten, sie nennt es Schlafprobleme. Ich habe mir angewöhnt, nach einem ausgiebigen Abendspaziergang und der anschließenden, komplizierten Bearbeitung eines Knochens nicht wie sonst friedlich und zufrieden schlafen zu gehen. Oh nein! Dann fängt alles erst an, Remmidemmi und Anbellen von imaginären (so denkt sie) Gestalten, die sich Zutritt zu unserer Wohnung verschaffen und vor denen ich sie retten muss.
Ich stehe also vor unserer Eingangstür und belle .. und rase wie wahnsinnig hin und her. Dann werfe ich meine Spielsachen und Knochen in die Luft, manchmal auch ihre Hausschuhe, bringe meine Körbe und die Kissen darin in Unordnung (denkt sie wieder), aber eigentlich arrangiere ich sie ja nur ein bisschen anders. Ich renne in die Küche, weil sich mein Spiegelbild so schön im Fenster zeigt, belle mich selbst an und kann gar nicht mehr damit aufhören. Fernsehen kann sie eigentlich nicht mehr, da ich ständig meine Kommentare abgebe. Ungefragt, meint sie - zu Unrecht selbstverständlich! Irgendwann dann mal, so gegen Mitternacht gibt sie seufzend auf und wir laufen noch so ein bisschen, eine Stunde ist mir angenehm. Dann gehe ich endlich schlafen, aber sie ist hellwach und muss dann morgens eine Augenmaske auflegen, um die Schäden der Nacht zu beseitigen. Tja! Wäre sie ein Mops, würde sie sich über ihre Falten sehr freuen und das Geld für Augen- und andere Masken könnten wir bequem im BARF-Shop anlegen ...
Wie kompliziert ist sie! Statt sich über die kühle Nachtluft zu freuen, denn der Sommer ist ja definitiv nicht ihre Jahreszeit, beschwert sie sich über einen Mops der angeblich unter ADHS leidet. Eine Fehldiagnose wie so manche andere und vielleicht sollte sie sich an meine neu gefundene Einteilung des Tages gewöhnen und sich anpassen? Wir könnten doch morgens länger schlafen, mittags gemütlich aufstehen, Fressi, kurz die Hundewiese besuchen, dann ein erholsames Mittagsschläfchen halten und anschließend die Nacht zum Tag machen? Also, ich wäre damit einverstanden ..sie argumentiert dann geduldig, dass da ja noch das kleine Problemchen mit ihrer Arbeit wäre, die uns schließlich ernähren würde und erbauliche Trips zum BARF-Shop erst ermöglichen. Und Augenmasken, füge ich still hinzu, denn wer braucht einen Disput?
Heute hat sie mich dann ausgetrickst! Das kann sie besonders gut und ich mit meinem unendlichen Vertrauen in sie falle jedes Mal darauf herein. Sie nahm mich gegen Abend an die Leine, dann lief sie schnellen Schritts in eine Richtung, die nichts Gutes verhieß. Freie Felder, lange Straßen .. wir trafen eine Nachbarin mit einem Kumpel und die fragte: "Was macht ihr denn hier?". Mops müde laufen, sagte sie. Und los ging's ...
Irgendwann, sehr viel später kamen wir wieder zu Hause an. Als kleinen Protest habe ich mich geweigert mein großes Geschäft zu verrichten, das bereitet ihr sonst Sorge. Aber diesmal nicht. Sie meinte nur, mein Lieber, jetzt oder heute nie mehr ...und ging schlafen!
Das mache ich jetzt auch, ich bin heute unendlich müde. Das mit dem großen Geschäft verschieben wir besser auf morgen ..ausgetrickst!
Liebe Grüße von eurem Mopsfreund
Carlos Santana
