Freitag, 17. Januar 2014

Alles Mögliche bunt durcheinander

Die in Berlin überall grassierende Grippe hat uns erwischt! Seit Tagen ist „sie“ so richtig krank und wie alle Kranken irgendwie schwierig. Finde ich jedenfalls! Aber auch das wird hoffentlich vorbei gehen. Ich leide stumm vor mich hin, außer kurzen Gassis gibt es gar keine und die füllen einen richtigen Kiezmops nicht aus. Also habe ich aus Langweile ihre Lieblingsboots  angeknabbert und dazu noch ihre Lieblingsleggings geliefert, wie sie sagt. Geliefert? Wohin geliefert? Ich habe nur die Beine etwas gekürzt, ich finde sie sehen schöner aus wenn sie ausgefranst kurz über ihren Knien enden. Aber hier sind wir mal wieder gegenteiliger Meinung, wie so oft.

Außer meiner Tätigkeit als Stardesigner, ganz so wie mein Idol Guido Maria Kretschmar habe ich nicht viel in dieser Woche gemacht. Sie meinte, es reiche ja schon was ich gemacht hätte. Naja – sie hat noch 10 andere Boots im Kleiderschrank, in allen Farben – bloß nicht in Schwarz. Die schwarzen sind nun auch „geliefert“, muss sie halt die roten, goldfarbigen oder die silbernen anziehen. Ein bisschen Phantasie würde ihr gut stehen, finde ich …und mal eine andere Farbe als Schwarz. Also was soll das Gezetere über schwarze Boots und komische Leggings, die waren sowieso zu lang. 

Aber sonst habe ich mich bemüht, ein wirklich lieber Mops zu sein und ihr in ihrem Grippeelend beizustehen. Das kann ich gut, ich bin der ideale Krankenpfleger und kuschele mich sehr sanft an sie heran und tröste sie. Einige Tage, als es ihr richtig schlecht ging verbrachte ich teilweise bei Ursel mit den goldenen Händen und ließ mich mit Hausmannskost verwöhnen. Ich raste mit Freund Lucky herum und auch mit einigen anderen Freunden auf der Wiese. Dann lief ich aber mit Ursel ganz freudig nach Hause, denn ich habe "sie" vermisst und sie mich auch. Sie nahm mich auf den Arm, knuddelte und knutschte mich und so waren wir wieder vereint. 

Pekinesenfreund Max hatte einen Streit mit Emma, der alten Hündin. Sie ist immer total nett zu mir und ich mag sie wirklich. Aber der freche kleine Max hat sie in den Hintern gezwickt, als seine Dosenöffnerin mal einen Moment abgelenkt war und sich die günstige Gelegenheit ergab.  Emma fand das gar nicht lustig und hat Max ganz schön vermöbelt. Der ist daraufhin laut klagend über den Platz gelaufen und musste eingefangen werden. Nun muss man wissen dass Max wirklich klein ist, das imponierendste an ihm ist eigentlich sein Wuschelschwanz, den er immer hoch aufgerichtet trägt, ein stolzer Pekinesenmann eben. Als wir nach dem Kampf mit ihm nach Hause liefen, war sein Ego ganz schwer angeknackst und er zog seinen Schwanz hinter sich her – ist irgendwie so ähnlich wie wenn ich mein Ringelschwänzchen hängen lasse, also ich verstehe Max! Aber er hat sich erholt und muss nun immer an der Leine gehen, sehr ungerecht! Um Emma macht er jetzt einen Bogen!

Wir feierten Neujahr in meinem italienischen Lieblingslokal mit unseren Kollegen und es war ein wirklich toller Abend. Es fiel ganz schön was für mich ab, aber eigentlich mag ich dort am liebsten die Oliven. Grün müssen die sein, ohne Stein und mit ein bisschen eingelegtem Paprika. Hmmmm … Kurt, unser Lieblingskellner weiß das und ich bekomme immer mein eigenes kleines Schälchen mit Oliven.

Dann meint sie, ich sei manchmal sehr schwierig, wenn nicht geradezu unfreundlich im Umgang mit Fremden. Tja, ich suche mir meine Freunde gerne aus und lasse mich nicht von Hinz und Kunz streicheln. Wenn es passiert und jemand von mir total begeistert ist, den ich nicht kenne dann setze ich mein „böses“ Gesicht auf und verweigere jede Sympathiebekundung. Genauso wie ich nicht automatisch mit jedem Kumpel spiele, wo würden wir denn da hinkommen? So ganz genau weiß ich nicht, warum ich gerne mit dem Einen spiele und rumrase und den Anderen nicht beachte. „Sie“ kennt meine Auswahlkriterien auch nicht, die sind eher privat und intim und ich werde sie nicht freiwillig aufklären. Meine Mopslippen bleiben versiegelt. Aber mit „unfreundlich“ hat das gar nix zu tun!

Achja, nun haben wir die kleine Nele bei uns im Kiez, ein schwarzes Labradorbaby das mich liebt und ganz verrückt nach mir ist. Leider begegnen wir ihr ständig, ich versuche mich dann hinter meiner Mama zu verstecken, was aber niemals klappt. Stoisch lasse ich Neles Liebeserklärungen über mich ergehen, so was von lästig. Gestern hat sie sich sogar in meinem Lieblingspulli fest gebissen, glaubt man es? Sie ist schon etwas größer als ich, aber Größe sagt ja niemals was aus, finde ich. Es kommt auf ganz andere Dinge an .. Nunja, auch sie wird erwachsen werden, ein Zustand den ich jeden Tag herbei sehne. Bis dahin verstecke ich mich auf dem Schoss meiner Mama, mein Zufluchtsort.


Welpen - ein Alptraum!


Das Wetter ist auch nicht gerade toll, viel lieber wäre mir Schnee als Regen. Schnee und Sonnenschein und ein paar nette Kumpels, mit denen ich herum toben kann. 

Aber es nützt ja alles nichts, ich muss mich fertig machen, wir gehen Shoppen. Allerdings wird es ein Shopping Trip ganz alleine für mich - erst besuchen wir einen Laden für Mopskleidung, dort hat "sie" für mich einen neuen Pulli bestellt. Er ist rot und damit werde ich wie ein Marienkäfer aussehen! Er hat nämlich auf dem Rücken schwarze Punkte und die Kapuze, naja, hat kleine Fühler wie besagter Käfer. Auweia, hoffentlich habe ich ein Mitspracherecht wenn der Pulli mir nicht gefällt! Ich werde zum Gespött der Kumpels auf der Wiese werden, aber wenn "sie" den Pulli unbedingt haben will, dann soll es so sein. Das nenne ich Liebe ...

Und dann müssen wir mein Fleisch kaufen, damit ich wieder was zwischen die Kiemen bekomme, wie sie sagt. Hmmmm! Mein Lieblingsshop! Na, denn ...

Es grüßt euch
euer Mopsfreund Carlos Santana